Windows Server härten: Hintergründe, Maßnahmen und Tipps

Von Startups über Mittelständler bis zu Konzernen: Server, die mit Windows laufen, kommen in allen Unternehmensgrößen vor. Das macht das Betriebssystem interessant für Cybergangster. Das Härten von Windows Servern ist deshalb eminent wichtig.

Wir erklären Ihnen hier die Hintergründe und geben Tipps zur Windows-Server-Härtung.

Härtung von Windows Servern: Was bedeutet das?

Unter dem verkürzten Begriff “Härten” versteht man in der IT die Systemhärtung. Beim System Hardening, so die englische Bezeichnung, reduzieren Sie die Angriffsfläche Ihrer Systeme – zum Beispiel die Ihrer Windows Server – für datenhungrige Dienste und Hacker.

Warum ist das Härten der Windows Server so wichtig?

Neben Linux und Unix wird Windows häufig als Betriebssystem für Server eingesetzt. Hierbei kommen oft die Versionen Windows 10 Server 2004 (meist nur Windows Server 2004 genannt), Version Server 2019 und Windows Server 2016 zum Einsatz. Gelegentlich läuft in Unternehmen und in alten Rechenzentren auch noch Windows Server 2008 (R2), obwohl dafür im Januar 2020 der Support endete.

Jede Fassung von Windows Server wurde ab Werk auf die maximale Kompatibilität und Nutzerfreundlichkeit konfiguriert. Was gut für den User ist, ist nicht unbedingt gut für die IT-Sicherheit. Cyberkriminelle wie auch Firmen, die gerne Daten sammeln, nutzen das aus.

Wenn Sie Ihre Windows Server härten, verbessern Sie die Informationssicherheit und den Datenschutz in Ihrem Unternehmen, zugleich können Sie die strengen Compliance-Vorgaben einhalten.

Was bedeutet das zusammengefasst?

Mit der Systemhärtung Ihrer Windows Server verringern Sie unter anderem die Gefahr, dass Ihre Systeme gehackt und so Daten gestohlen werden. Denn der Abfluss von wichtigen Geschäftsinformationen oder Kundendaten sorgt für große Schäden. Es können Ihnen hohe Strafzahlungen und ein schwerer Image-Schaden drohen.

Im schlimmsten Fall gefährden die Folgen von schlampig oder gar nicht gehärteten Windows-Server-Systemen die Existenz Ihres Unternehmens.

Wie können Windows Server gehärtet werden?

Dafür haben Sie eine breite Palette an Maßnahmen zur Auswahl. Dazu gehören beispielsweise:

    • Die deutliche Einschränkung der Zugriffsrechte.
    • Der Einsatz starker Passwörter inklusive Ablauffrist.
    • Das Protokollieren aller Admin-Logins.
    • Das Blockieren von speziellen oder allen Script-Arten.
    • Das Reduzieren der Datei-Rechte, beispielsweise für Mitarbeiter.
    • Die detaillierte Dateiprüfung beim Speichern von Daten.
    • Das Abschalten von unsicheren Algorithmen wie RC4 und DES.

Woher weiß man, wie gehärtet werden muss?

Es bestehen weltweit mehrere Industriestandards für die Härtung von Systemen. Dazu gehören beispielsweise die CIS Benchmarks und DISA STIGS. Zudem geben Behörden wie das BSI und die ACSC Empfehlungen heraus. Auch Microsoft selbst veröffentlicht regelmäßig eigene Härtungsempfehlungen.

Wie lässt sich der Zeitaufwand verringern?

Das System Hardening kann sehr zeitaufwändig sein, besonders in großen Unternehmen mit komplexen IT-Infrastrukturen. Dazu kommt, dass Sie die Härtung Ihrer Windows Server regelmäßig durchführen müssen, um die Systeme auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen. Mit einer einmaligen Härtung ist es somit nicht getan!

Die Aufgaben beanspruchen viel Zeit, weswegen Sie versuchen sollten, die Vielzahl an manuellen Tätigkeiten zu automatisieren. Das gelingt Ihnen über das Programmieren von Scripten und/oder durch den Einsatz spezieller Hardening-Tools.

Windows Server Härtung: Welche Tools eignen sich?

Es gibt verschiedene Stellschrauben, an denen Sie drehen können, um die Härtung Ihrer Windows Server zu beschleunigen. Die erste Stellschraube ist die Ermittlung, wie gut Ihre Systeme aktuell gehärtet sind.

Eine automatische Analyse führen Sie sehr gut mit dem kostenlosen Audit TAP durch. Das überprüft Ihre Windows Server wie auch weitere Systeme und Anwendungen (beispielsweise Windows 10, MS Office und die gängigen Browser). Als Ergebnis erhalten Sie einen DS-GVO-konformen Report.

Nachdem Sie wissen, wo und was Sie in Sachen Härtung verbessern sollten, gilt es, die Empfehlungen durchzuführen. Mit der zertifizierten Enforce Suite sichern Sie ganz einfach Windows Server und weitere Systeme ab.

Mit dem Enforce Administrator, einem Bestandteil der Enforce Suite, erschaffen Sie sogar ein sogenanntes “selbstheilendes System”. Das bedeutet, das Hardening-Tool überprüft im Hintergrund eigenständig, ob unerlaubt Hardening-Einstellungen verändert wurden und macht diese automatisch rückgängig.

Enforce Suite: Produktbroschüre – Download (PDF)

Wie schwer ist die automatisierte Härtung von Windows-Server-Systemen?

Das System Hardening läuft mit der Enforce Suite einfach und zeitsparend ab. Denn die enthaltenen Programme nehmen Ihnen die meisten Arbeiten ab.

Für die automatisierte Härtung müssen Sie keine Scripts programmieren. Sie können stattdessen mit wenigen Klicks einstellen, nach welchen Standards (DISA, CIS, Microsoft etc.) Ihre Windows Server gehärtet werden sollen. Gleichgültig, ob Sie Windows Server 2008, 2016, 2019 oder Windows Server 2004 einsetzen.

Dieses simple System nennt sich #NoCodeHardening. Mehr dazu in diesem Video:

 Windows Server Hardening: Benötigen Sie Unterstützung?

Möchten Sie Ihre Windows Server professionell härten? Das Experten-Team der FB Pro GmbH steht Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite! Wir auditieren Ihre Systeme, implementieren die Enforce Suite oder führen regelmäßige Systemhärtungen auf den höchsten Standards durch.

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