Windows Server härten: Hintergründe, Maßnahmen und Tipps

Von Startups über Mittelständler bis hin zu Konzernen: Server, die mit Windows laufen, kommen in allen Unternehmensgrößen vor. Das macht das Betriebssystem interessant für Cyber-Gangster. Die Systemhärtung von Windows Server ist deshalb eminent wichtig.

Wir erklären Ihnen hier die Hintergründe und geben Tipps zum Windows-Server-Härten.

Härtung von Windows Servern: Was bedeutet das?

Unter dem verkürzten Begriff “Härten” versteht man in der IT die Systemhärtung. Beim “System Hardening”, so die englische Bezeichnung, reduzieren Sie die Angriffsfläche Ihrer Systeme – zum Beispiel die Ihrer Windows Server – und schließen “Türen”, die sonst für einen Angriff genutzt werden könnten.

Warum ist die Systemhärtung von Windows Servern so wichtig?

Neben verschiedenen Linux-Derivaten ist  Microsoft Windows Server (in den verschiedenen Versionen) das Betriebssystem für Server-Landschaften in Rechenzentren. Hierbei kommen oft aktuellere Version wie Windows Server 2016, Windows Server 2019 oder die aktuelle Version Windows Server 2022 zum Einsatz.

Gelegentlich läuft in Unternehmen und Rechenzentren auch noch Windows Server 2008 (R2) oder Windows Server 2012 (R2), obwohl hier der Support endete.

Jede Fassung von Windows Server wird ab Werk auf die maximale Kompatibilität und Nutzerfreundlichkeit konfiguriert. Was gut für den User ist, ist nicht unbedingt gut für die IT-Sicherheit. Cyber-Kriminelle wie auch Firmen, die gerne Daten sammeln (die “Datenkraken”), haben dann oft leichtes Spiel und nutzen das aus.

Wenn Sie Ihre Windows Server härten, verbessern Sie die Informationssicherheit und Datenschutz in Ihrem Unternehmen, zugleich können Sie vorhandene Compliance-Vorgaben einhalten.

Server Hardening: Was bedeutet das zusammengefasst?

Mit der Systemhärtung Ihrer Windows Server verringern Sie unter anderem die Gefahr, dass Ihre Systeme gehackt und so Daten gestohlen werden. Denn der Abfluss von wichtigen Geschäftsinformationen oder Kundendaten sorgt für große Schäden. Es können Ihnen hohe Strafzahlungen und ein schwerer Image-Schaden drohen.

Im schlimmsten Fall gefährden die Folgen von unzureichend oder gar nicht gehärteten Windows-Server-Systemen die Reputation Ihres Unternehmens.

Wie gut Ihre Systemhärtung ausfällt, sollten Sie ermitteln – zum Beispiel mit dem AuditTAP (mehr dazu im Absatz “Wie gut ist die Systemhärtung Ihrer Windows Server?“). Das Ergebnis fällt bei einem schlecht gehärteten Windows-Server-System zum Beispiel so aus:

Wie funktioniert das Server Hardening?

Möchten Sie Ihren Windows Server absichern, haben Sie eine breite Palette an Maßnahmen zur Auswahl. Dazu gehören beispielsweise:

    • Das schnellstmögliche Aktualisieren (“Patchen”) des Betriebssystems und der relevanten Server-Applikationen.
    • Eine Abschaltung aller nicht benötigten Dienste. Besonders bei alten Windows-Server-Versionen sollten Sie genau hinschauen!
    • Die deutliche Einschränkung der Zugriffsrechte, bspw. durch das Deaktivieren der lokalen Administrator-Rechte.
    • Der Einsatz starker Passwörter, ergänzt um Maßnahmen wie recht kurzen Ablauffristen und wenigen Account-Lockouts.
    • Das Protokollieren von erfolgreichen und fehlerhaften Logins. Setzen Sie dabei die Anzahl der Logs hoch und machen Sie  auch davon regelmäßig Backups.
    • Das Blockieren von speziellen oder allen Script-Arten und das Abschalten von unsicheren Algorithmen wie RC4 und MD5.
    • Eine Reduzierung der Datei-Rechte, beispielsweise für “normale” Mitarbeitende. Setzen Sie zudem eine detaillierte Dateiprüfung beim Speichern von Daten um.
    • Die Konfiguration der Firewall, sodass nur die wirklich benötigten Ports freigegeben sind. Achten Sie dabei auf den speziellen Zugriff über VPN.

Diese und weitere Umsetzungen sorgen dafür, dass Sie Ihre Server härten und damit resilienter gegen “Datenkraken” und Angriffe machen.

Woher wissen Sie, wie man Windows Server härten muss?

Es bestehen weltweit mehrere Industriestandards und Empfehlungen für die Serverhärtung. Dazu gehören beispielsweise die CIS Benchmarks und DISA STIGS.

Zudem geben Behörden wie das BSI und die ACSC Empfehlungen heraus. Auch Microsoft selbst veröffentlicht regelmäßig eigene Härtungsempfehlungen – zum Beispiel für das System Hardening von Windows 10, das Härten von Windows 11 und das Server-Härten. Als Grundlage können Sie auch den “Windows Server 2016 Security Guide” oder die “Windows Server 2019 Hardening Guides” herunterladen, studieren und die Tipps anwenden.

Wie lässt sich der Zeitaufwand bei der Serverhärtung verringern?

Das Hardening von Windows Server kann sehr zeitaufwändig sein, besonders in großen Unternehmen mit komplexen IT-Infrastrukturen. Dazu kommt, dass Sie das Härten Ihrer Windows Server regelmäßig durchführen müssen, um die Systeme auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen. Mit einem einmaligen Server Hardening ist es somit nicht getan!

Dazu kommt die Notwendigkeit, im laufenden Betrieb die Systeme zu überwachen und auf (gewollte oder eben auch ungewollte) Abweichungen entsprechend zu reagieren.

Diese Aufgaben beanspruchen viel Zeit, wenn IT-Experten sie manuell durchführen. Schneller, einfacher und transparenter werden Konfiguration, Überwachung und Kontrolle durch den Einsatz spezieller Hardening-Werkzeuge – im Englischen auch Security Configuration Management Tools genannt.

Wie gut ist die Systemhärtung Ihrer Windows Server?

Es gibt verschiedene Stellschrauben, an denen Sie drehen können, um das Windows-Server-Härten zu beschleunigen. Die erste Stellschraube ist die Ermittlung, wie gut Ihre Systeme aktuell gehärtet sind.

Eine automatische Analyse führen Sie sehr gut mit dem kostenlosen AuditTAP durch. Das überprüft Ihre Windows Server wie auch weitere Systeme und Anwendungen (beispielsweise Windows 10, MS Office und die gängigen Browser) auf den aktuellen System Hardening Status.

Wie Sie diesen Report erstellen, erfahren Sie in diesem Video:

Als Ergebnis erhalten Sie einen transparenten und übersichtlichen Bericht mit einer Management-Zusammenfassung. Der Report beinhaltet auch einen Risk Score, der Ihr Ergebnis qualitativ und quantitativ bewertet.

Windows-Server-Härtung: Welche Tools eignen sich?

Nachdem Sie wissen, wo und was Sie in Sachen Serverhärtung verbessern sollten, gilt es, die Empfehlungen durchzuführen. Mit einem professionellen Hardening-Tool für Unternehmen wie  der Enforce Suite härten Sie ganz einfach und automatisiert Ihre Windows Server und weitere Systeme.

Mit dem Enforce Administrator, der Hauptkomponente der Enforce Suite, decken Sie den gesamten Zyklus im Security Configuration Management ab. Es entsteht damit eine Art “selbstheilendes System”.

Das bedeutet, dass jedes System im Hintergrund eigenständig prüft, ob Hardening-Einstellungen verändert worden sind. Falls das der Fall ist, wird eigenständig der Soll-Zustand wiederhergestellt.

Enforce Suite: Produktbroschüre – Download (PDF)

Wie schwer ist das automatisierte Härten von Windows-Server-Systemen?

Das Windows System Hardening läuft mit der Enforce Suite einfach und zeitsparend ab. Denn die enthaltenen Funktionen nehmen Ihnen die meisten Arbeiten ab.

Für das automatisierte Härten müssen Sie keine Scripts programmieren. Sie können stattdessen mit wenigen Klicks einstellen, nach welchen Standards (BSI, CIS, DISA etc.) Sie Ihre Windows Server absichern möchten – gleichgültig, ob Sie Windows Server 2008 R2, 2012, 2016, 2019 oder Windows Server 2022 einsetzen.

Dieses simple Server-Hardening-System nennt sich #NoCodeHardening. Mehr dazu in diesem Video:

Hardening für Windows Server: Benötigen Sie Unterstützung?

Möchten Sie Ihre Windows Server professionell härten? Das Experten-Team der FB Pro GmbH steht Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite! Wir auditieren Ihre Systeme, implementieren die Enforce Suite oder führen regelmäßige Systemhärtungen auf den höchsten Standards durch.

Kontaktieren Sie uns ganz unverbindlich!

Schreiben Sie uns eine Mail

Oder rufen Sie uns an unter: +49 6727 7559039

 

Bild: Business vector created by fullvector – www.freepik.com